Ein urheberrechtliches Lehrstück

Soundcloud war mir schon bekannt, und wenn auch wenig genutzt, doch geschätzt. Daß dort mehr als zwei Millionen Nutzer sind, war mir nicht bekannt. Entnommen habe ich das dem sehr lesenwerten Artikel
“SoundCloud Raining on Its Own Parade”, der sich mit der Änderungen der Nutzungsbedingungen auseinandersetzt.

Ergänzend sollte man die Kommentare auf Soundcloud lesen, dann wird das Lehrstück deutlich.

Soundcloud ist wegen der riesigen Nutzerzahl in die Aufmerksamkeit der (US-amerikanischen) Verwertern geraten, hat sich denen unterworfen und löscht ohne Vorwarnung Mixes von DJs, wegen vorgeblicher Urheberrechtsverletzung. Das es sich dabei teilweise um kleinste Anteile (3 Minuten von 2 Stunden) oder platte Fehler handelt, ist gar nicht das Wesentliche. DJ-Mixe sind ein ganz wesentlicher Weg, Musik bekannt zu machen und den Künstlern Aufmerksamkeit und damit Vergütung (die überwiegend dann doch nur die Verwerter kassieren) zu verschaffen. DJs haben soundcloud wohl überwiegend gegen Vergütung genutzt und entscheidend zum Wachstum beigetragen.

Soundcloud berücksichtigt weder das “Fair-Use”-Prinzip noch die unterschiedliche internationale Rechtslage. Wenn ein Verwerter behauptet, daß ein Urheberrechtsverstoß vorliegt, wird gelöscht. Was für eine aburde Situation. Wieder ein Beispiel dafür, daß die aktuelle Rechtslage Kreativität behindert und dringend im Sinne der Urheber und Nutzer geändert werden muß. Deutlich wird auch, daß man seine Daten tunlichst selbst hosten sollte. Entweder auf gemietetem Wepspace z.B. mit dem freien onwcloud, das inzwischen auch die Synchronisation von Dateien auf verschiedenen Rechnern beherrscht, oder auf einem eigenen Network Attached Storage.

Vielleicht ist Selbstbestimmung bei IT-Technik doch möglich?

Wenn das Projekt für ein offenes Smart-Phone ein Erfolg wird, gibt es vielleicht doch einen Nachfolger für mein freies N900, mit dem ich weiter selbst bestimmen kann, welche Software darauf läuft.

Bauboom hier im Duisburger Süden?

Auf diesen Gedanken könnte jemand kommen, der sich sich auf Openstreetmap hier die Gegend anschaut. Da sind ja auf einmal viel mehr Häuser und es werden immer mehr!

So viele neue Häuser (Quelle Openstreetmap)

Stimmt aber nicht. Ich wollte mal wieder etwas (auch für mich) Nützliches machen und habe angefangen, hier die Häuser mit Adresse zu erfassen. Damit zukünftig die freien Navigationsanwendungen, wie z.B. die in Marble, direkt bis zu mir nach Hause finden können.

Quatschmarke: Es werde Licht!

Besser wäre es allerdings, wenn es dunkel bliebe, denn Lichtverschmutzung ist wie Lärmverschmutzung ein immer gravierendes Umweltproblem; das leider auch von vorgeblich gebildeten Personen kaum wahrgenommen wird.

Erde bei Nacht;

Erde bei Nacht; Quelle: Wikipedia

Die Quatschmarke trägt selbstverständlich in hohem Maße dazu bei. Die Macher sind damit verantwortlich für das unnötige Sterben von Pflanzen, Insekten und Vögeln. Ist aber alles nicht so schlimm, denn die Sprachregelung ist inzwischen, daß die Quatschmarke Spaß machen soll.

Auf die abschließende Frage von Dr. Horst Wegner, was den Tiger & Turtle den Duisburger Bürgern gebracht habe, hatte der Stadtdirektor eine kurze Antwort parat: „Einfach nur Spaß“.

Daß ein “grüner” Duisburger Politiker das sagt, könnte einen zum Nachdenken darüber bringen, wo diese Partei inzwischen gelandet ist, Allerdings sind die Zeiten, wo Nachdenken etwas geholfen hat ja schon lange vorbei.

Landmarke – Quatschmarke – Schandmarke

Zur Quatschmarke gibt es Neues zu berichten, doch dazu später. Für heute nur ein Aspekt:

Selbstverständlich reist das Zielpublikum der Quatschmarke überwiegend mit dem Auto an. Deshalb bleibt ihm der folgende Anblick erspart:

Das Gerippe wird an die Oberrfläche geholt

Makellos

Intakte Infrastruktur

Sogar für ein Biotop ist noch Raum!

Eine Schandmarke!

Free Your Android!

Android ist auf dem besten Weg, das am meisten genutzte Betriebssystem für Smartphones zu werden. Es gilt gemeinhin als Freie Software, was aber nicht bedeutet, daß der Nutzer frei entscheiden kann, was auf seinem Handy laufen soll oder nicht, weil

  • Google als Entwickler von Android sich recht sperrig verhält,
  • die Treiber-Software fast durchgehend unfreie, geheime Software ist,
  • die Anwendungen überwiegend unfreie Software sind, auch wenn sie kostenlos angeboten werden.

Quelle:fsfe

Die Free Software Foundation Europe hat deshalb die Kampagne Free Your Android gestartet.

Also: Mitmachen und ein Stück Selbstbestimmung erlangen!

Der Kaiser ist mehr als nackt! – Er kommt als Gerippe daher!

Die Gegend hier ist nach der Eröffnung der Quatschmarke mit folgenden Hinweisschildern verunstaltet worden:

Hinweis Quatschmarke

Nicht zu fassen!

Eine begehbare Achterbahn auf einer hoffentlich sicher versiegelten Giftmüllhalde! Dazu Fritz Pleitgen, vormals Geschäftsführer der Ruhr 2010 GmbH in seiner Ansprache zur Eröffnung der Quatschmarke:

„Sie erzählt den nachfolgenden Generationen von den Menschen unserer Zeit, die erfinderisch, zuversichtlich und heiter sind.”

Wenn diese Gesellschaft jemals wieder in eine Phase der Aufklärung treten sollte, dann wird die Erzählung allerdings anders lauten. Man wird so fassungslos sein wie ich, als ich erfahren habe, daß im frühen Mittelalter der Wert der Kreiszahl PI, der von den Griechen sehr genau ermittelt worden war, wieder verloren gegangen war. Statt 3,1415… wurden Were von unter 3 genannt. Durch einfaches Nachmessen hätte man heraus finden können, daß das falsch ist.

Durch einfaches Hinsehen könnte man heute erkennen, daß der Kaiser mehr als nackt ist. Aber noch sind wir im tiefen Mittelalter.

Da war ich mal schnell genug!

Die Nachfrage nach dem Freien Tablett-Computer Spark war so groß, daß keine Vorbestellungen mehr möglich sind.

Gut, daß es mehr als erwarted Leute gibt, denen digitale Freiheit wichtig ist.

COICA, SOPA, PIPA, ACTA

…the acronyms may change, but the threat to Internet freedom remains”, heißt es im Artikel The Walking Dead: SOPA and ACTA Will Rise Again, den ich im beachtenswerten shareble Net gefunden habe.

Quelle: http://www.flickr.com/photos/37642844@N03/6869115953/in/photostream

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Frei zu sein bedarf es wenig? Im Gegenteil!

Ein Stückchen mehr Freiheit wird aber in der Digital-Technik möglich sein. Wie hier angekündigt, wird es ab Mai 2012 einen Tablett-Computer geben, auf dem fast ausschließlich Freie Software läuft. Fast ausschließlich, weil es äußerst schwer ist, die Hardware-Hersteller zur Freigabe der Treiber-Software zu bewegen. Da ist aufwändiges Reverse Engeneering angesagt. Übrigens sind Verstöße gegen die GPL bei den Hardware-Herstellern wohl an der Tagesordnung.

Das Tablett kommt mit bescheidener Hardware-Ausstattung aber mit vorinstalliertem Plasma-Active, das auf Linux aufsetzt. Da es sich um ein Gerät handelt, das dem Nutzer seine Freiheit läßt, kann man aber ohne Probleme auch andere Software installieren.

Rund um das Gerät soll eine Infrastruktur entstehen, über die Freie Inhalte und Anwendungen angeboten werden. Selbstverständlich ist die zugehörige Software ebenfalls Freie Software, so daß es z.B. Schulen über eine eigene Infrastruktur möglich sein wird, eigene Materialien bereit zustellen. Man ist da nicht Kunde, sondern Nutzer.

Wenn man dann noch die Möglichkeiten von owncloud nutzt, ist Selbstbestimmung in wichtigen Bereichen möglich.

Das ist mir so wichtig, daß ich hier meine Vorbestellung abgegeben habe.